Wie man es auch nennt - die Hauptsache ist, wir sehen uns und können plaudern...
Im Jahre 723 kam Bonifatius hierher - vor 1.300 Jahren...
Am 31.03. unternahm
Stadtpfarrer Prähler mit Ehrenamtlichen aus dem Domladen und einigen weiteren
Engagierten, insgesamt 44 Personen aus unseren Kirchorten, einen Ausflug nach
Wiesbaden. Um genauer zu sein, ging es in das Schloss Biebrich. Dort wird derzeit
im Landesamt für Denkmalpflege, welches im Schloss ansässig ist, ein besonderes
Kleinod aus unserer Dompfarrei saniert. Es handelt sich hierbei um den
sogenannten Musikzimmerschrank, der normalerweise im gleichnamigen Zimmer in
der Dombibliothek steht. Dieses Möbelstück ist ein wunderbarer Prunkschrank
(gefasster, bemalter Schrank) aus der Zeit von 1480 - so dachten wir zumindest
bisher. Denn der Schrank wird bei dieser Gelegenheit nicht nur restauriert,
sondern auch wissenschaftlich untersucht. So kam zu Tage, dass der Schrank
älter sein muss als bisher angenommen – vermutlich stammt er aus der Zeit um
1400. Ein Exponat, das seinesgleichen sucht, denn aus dieser Epoche haben sich
kaum Vergleichstücke erhalten. Die Engagierten bekamen von den Mitarbeiterinnen
des Landesamtes einen fundierten Einblick in die Arbeiten, Vorgehensweisen und
die neuen Erkenntnisse. Natürlich durften wir unser Schmuckstück auch noch in
Augenschein nehmen. Wirklich verblüffend, wie leuchtend die Farben nun sind,
nachdem die Restauratorinnen den Schrank gereinigt und behandelt hatten.
Wir
dürfen uns freuen, wenn wir das Kleinod wieder in Fritzlar willkommen heißen
und bestaunen dürfen. Sicherlich wird es dann eigens zu diesem Anlass Vorträge
und Weiteres geben. Aber vorerst müssen wir uns gedulden, bis die Arbeiten
abgeschlossen sind.
Nach einem leckeren Mittagessen in Biebrich fuhren wir dann noch zum nahegelegenen Kloster Eberbach, um dieses zu besichtigen. Sehr spannend – besonders wenn man den Film „Der Name der Rose“ kennt, der dort gedreht wurde. Nach diesen vielen Eindrücken und Impressionen, ging es dann gen Heimat, denn viele von uns vermissten den Dom.
© St. Peter, Fritzlar